Stochern im Nebel

Heiko ist leidenschaftlicher Angler. Für sein Hobby fährt er auch schon mal viele hundert Kilometer weit, um mit Rute, Pose und Köder im südlichen Norwegen auf Fischfang zu gehen. Dabei ist der Niedersachse auch schon einmal in eine brenzlige Situation geraten:

„Während einer Ausfahrt wurde es rundum etwas nebelig. Wir beobachteten sorgfältig die Entwicklung. Bedrohlich war keineswegs die fehlende Sichtweite, die war satt gegeben. Wegen des Dunstes entzogen sich unserem Blick jedoch die Landmarken.

Rechtzeitig beendeten wir unsere Angelei. Wir holten unsere Köder ein, verstauten alles sicher und fuhren zurück nach Furuholmen (westlich von Kristiansand). Nach wenigen Metern Fahrt kam mir etwas sehr ‚spanisch‘ vor: Bei der Ausfahrt kamen uns die Wellen leicht schräg von vorn entgegen. Jetzt auf der Rückfahrt taten sie das wieder – komisch. Auch der kleine Kompass zeigte sich irgendwie ‚verwirrt‘.

Mitteilung an meinen ‚Kapitän‘: Der hielt sofort an und holte ein kleines Hand-GPS-Gerät aus der Tasche und prüfte die Angelegenheit. Das Ergebnis war sehr ernüchternd: Wir fuhren gerade in die falsche Richtung! Während des Einholens der Angeln musste sich das Boot unbemerkt gedreht haben.

Da mittlerweile die Landmarken ‚weg‘ waren, fehlte uns diese optische Manövrierhilfe und so fuhren wir mit keinem guten Gefühl weiter. Nur durch Zufall – und noch mehr Zufall – entdeckte ich die ‚kleinen Unwägbarkeiten‘, die schlussendlich dazu führten, dass wir um 180 Grad wendeten und nun punktgenau auf unseren Heimathafen zufuhren. In der anderen Richtung wäre der Skagerrak, das Seegebiet zwischen Norddänemark und Südnorwegen unser angesteuertes Ziel gewesen …“

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