Sicherheitstipps
Watt­wanderer

Die Gummistiefel bleiben zu Hause: Sicherheit beim Wattwandern

Beim Wattwandern sollte die richtige Kleidung getragen werden …

Barfuß im Watt zu laufen ist reizvoll – keine Frage! Aber es ist auch gefahrvoll. Scharfkantige Muscheln fügen nackten Füßen schnell ernsthafte Schnittverletzungen zu. Ganz ungeeignet sind Regenstiefel, weil sie sich im Watt festsaugen und in den Prielen leicht voll Wasser laufen. Am besten geeignet sind Neoprenschuhe, wie sie zum Surfen verwendet werden. Auch gut geeignet sind knöchelhohe Sneaker aus Baumwollstoff mit einer Gummisohle. Dazu sollte an den Sonnenschutz gedacht werden und an kurze Hosen zum Durchwaten von Prielen.

Verhalten im Watt

  • Gehen Sie nie alleine ins Watt.
  • Vertrauen Sie sich einem kundigen Wattführer an.
  • Senken, Priele, Löcher, Muschelfelder, Steilkanten und Schlickfelder können lebensgefährlich werden, wenn man die Tücken nicht kennt (Gefahr des Einsinkens in Schlickzonen).
  • Führen Sie Wattwanderungen nur im Sommer am Tage (Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) und nur bei ruhigem Wetter und guten Sichtverhältnissen durch.
  • Gehen Sie auf keinen Fall bei Dämmerung, Dunkelheit, Sturm oder Nebel ins Watt. Der Aufenthalt ist lebensgefährlich.
  • Merken Sie sich die Windrichtung und beobachten Sie das Ziehen der Wolken.
  • Sollte überraschend Nebel auftauchen, irren Sie nicht ziellos herum, sondern versuchen Sie, anhand ihrer Fußspuren den Weg zur Küste zu finden. Rufen Sie laut und deutlich um Hilfe.
  • Bei Gewitter ist das Betreten des Watts lebensgefährlich.
  • Gehen Sie nicht mit Kindern unter 6 bis 8 Jahren ins Watt.
  • Informieren Sie sich über die Gezeiten.
  • Berechnen Sie genügend Zeit für den Rückweg ein, bevor Sie loswandern.
  • Informieren Sie jemanden, bevor Sie ins Watt gehen.
  • Merken Sie sich einen Markierungspunkt auf dem Festland.
  • Meiden Sie bei auflaufendem Wasser die Nähe von Prielen, es herrscht starke Strömung! Auch geübte Schwimmer sollten auf keinen Fall versuchen, einen Priel zu durchschwimmen.

Quelle: DLRG