Einführung
Watt­wanderer

Wattwandern an deutschen Küsten

Die Nationalparks im Wattenmeer bieten als einzigartige Naturschutzgebiete tolle Möglichkeiten zum Wandern im Urlaub. Tausende Tier- und Pflanzenarten haben dort ihren Lebensraum gefunden. Näher an der Natur geht kaum!

Für viele Touristen und Besucher sind die geführten Touren durch das Wattenmeer der Höhepunkt im Urlaub. Hier finden Sie einen Einstieg in Ihr Erlebnis Wattenmeer, in dem auch Ihre Sicherheit nicht zu kurz kommt. Das Wattenmeer, wie sein Name schon verrät, gehört zu allererst zum Meer. Wanderer und Touristen sind lediglich Besucher und müssen sich entsprechend verhalten.

Die Orte und Wanderwege im Wattenmeer

Zu Fuß auf die Insel Neuwerk und mit dem Schiff zurück – eine der am häufigsten gewählten Wanderrouten im Wattenmeer. Ein guter Startpunkt ist der Ortsteil Duhnen oder Sahlenburg in der Nähe von Cuxhaven. Von Neuwerk aus können Urlauber auch noch weiter wandern. Jedoch müssen sie beim Wattwandern unbedingt einige Regeln beachten. So darf beispielsweise nicht jede erreichbare Insel einfach betreten werden. Nationalpark heißt vor allem auch Schutz für die Landschaft und deren Bewohner. Das schränkt die möglichen Zielorte und Wanderwege im Watt ein. Bekannte Routen zum Wattwandern gibt es noch zwischen Amrum und Föhr sowie zu den Inseln Baltrum, Minsener Oog, Spiekeroog und Norderney.

Wann wandert es sich im Wattenmeer am besten

Die Saison für Wanderungen im Wattenmeer startet Anfang April und dauert bis Ende September. Darüber hinaus bestimmen vor allem die Gezeiten, Lichtverhältnisse und das Wetter den richtigen Zeitpunkt für Wanderungen im Watt sowie Wattläufe. Wichtig ist, dass sich Touristen geführten Touren anschließen, die erfahrene Wattführer anbieten. Touristen gehören keinesfalls alleine und ohne Wattführer ins Wattenmeer. Ungewollt möchte gewiss niemand den Gezeitenwechsel jenseits aller Ufer besichtigen. Zudem ist Watt bekanntermaßen Meeresgrund. Sand, Schlick und Mischwatt können für unvorhergesehene Überraschungen sorgen. Im ungünstigsten Fall sinken Wattwanderer bis zur Hüfte in den Boden ein und begeben sich so in Gefahr. Wattführer kennen die sicheren Wege und Routen durch die geschützten Naturgebiete. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Menschen trotz Warnungen alleine losziehen, sich überschätzen und schließlich gerettet werden müssen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger unterhält auch am Wattenmeer viele Stationen und ist zur Stelle, wenn sich Menschen in Gefahr befinden.

Welche Ausrüstung und Kleidung mitnehmen beim Wattwandern

Geeignete Bekleidung ist auch im Watt wichtig. Sicherlich startet der Wattführer nicht im Schneesturm oder geht bei Regen mit geringen Sichtweiten los. Die Empfehlungen der Ausrüster richten sich vor allem auf regenfeste Kleidung und passendes Schuhwerk. Geeignet sind feste Leinensportschuhe, festsitzende hohe Sport- oder Wanderschuhe sowie Surfschuhe. Locker sitzende Gummistiefel, Sandalen oder Slipper hingegen sollten im Hotel oder zuhause bleiben. Die weiteren Tipps zur richtigen Bekleidung richten sich vor allem nach der Jahreszeit. Empfohlen wird die Mitnahme eines Rucksacks mit passender Ersatzkleidung. Das Wetter an der See ist oftmals rau. Sollte ein Wanderer doch einmal ausrutschen und hinfallen, ist die trockene Zweithose sicher ein Segen. Im Watt reflektiert zudem der feuchte Untergrund sehr häufig und die Sonne kann intensiv blenden. Wattwanderer sollten daher stets eine geeignete Sonnenbrille im Gepäck haben. Apropos Sonne: Die scheint bekanntermaßen bei gutem Wetter von oben und mangels Bäumen ist eine Kopfbedeckung in diesem Falle Pflicht. Genügend Trinkwasser und Essensvorräte sollten ebenfalls vor der Wanderung in den Rucksack gepackt werden. Genauso wie Medikamente, wer darauf angewiesen ist.

Weitere Tipps und Hinweise für Wanderungen im Wattenmeer

Die wichtigsten Tipps bei Wattwanderungen sind Sicherheitstipps. Kinder unter sechs Jahren gehören nicht ins Watt auf längere Wanderungen, unter acht Jahren nur bedingt. Die Wattführer können das einschätzen und zudem entsprechende Empfehlungen zu kinderfreundlichen Wattwanderungen geben. Ein wasserfester Beutel im Rucksack ist ein weiterer nützlicher kleiner Helfer auf der Tour. Ein solcher Beutel hilft beim Verstauen nasser und schmutziger Bekleidung. Zudem freut sich das Wattenmeer vor allem über Gäste, die ihren Müll und Abfälle in dem Beutel verstauen und wieder mitnehmen. So bleibt das Watt auch für nachfolgende Wattwanderer und Besucher ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden.

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