… aus den Fehlern anderer lernen: der Unfall beim Windsurfen und SUP

Windsurfen oder SUP sind Sportarten, die in Küstennähe ausgeübt werden. Wind, Strömungen und Gezeiten können aber an den deutschen Meeresküsten dazu führen, dass Wassersportler es nicht mehr aus eigener Kraft zurück an den Strand schaffen. Auch wenn es scheinbar nur wenige Meter sind …

Alle, die auf dem Surfbrett oder dem SUP nahe der Küste unterwegs sind, müssen sich jederzeit klar darüber sein, dass Nord- und Ostsee zu den anspruchsvollsten Wassersportgebieten der Welt zählen. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen, wie in dieser Einsatzmeldung:

Freiwillige Seenotretter helfen Surfer in akuter Notlage

Die Seenotretter sind in der Eckernförder Bucht einem Surfer in akuter Notlage zu Hilfe gekommen. Mit dem Seenotrettungsboot ECKERNFÖRDE brachten sie den entkräfteten und untergekühlten Mann sicher an Land. Gegen 13.30 Uhr informierte ein Beobachter die SEENOTLEITUNG BREMEN, dass in der Eckernförder Bucht ein Windsurfer in eine brenzlige Situation geraten war. Dem Mann gelang es bei starkem Westwind offenbar nicht mehr, aus eigener Kraft das sichere Land zu erreichen. Sofort alarmierten die Wachleiter die freiwilligen Seenotretter der Station Eckernförde, die kurze Zeit später mit dem gleichnamigen Seenotrettungsboot zur Unglücksstelle ausliefen.

Etwa 500 Meter vor der Küste in Höhe des Campingplatzes Karlsminde entdeckte die Besatzung der ECKERNFÖRDE den entkräfteten Mann, der bei kabbeliger See auf seinem Surfbrett kauerte. Die Seenotretter nahmen den Surfer und seine Ausrüstung an Bord. Trotz Neoprenanzug war der Mann bei einer Wassertemperatur von etwa zehn Grad Celsius bereits unterkühlt.

Sind Sie auf dem Wasser auch schon in eine gefährliche Situation geraten? Dann lassen Sie andere daraus lernen und laden Sie Ihren Text hier hoch.

Danke Männers!

Windsurfen macht man nicht, um besonders sicher von A nach B zu kommen. Windsurfen macht man, weil man Geschwindigkeit liebt. Bei über 7 Beaufort ablandigem Wind kann man auf der Ostsee reichlich Spaß haben. Es ist perfekt für Racer, da ablandiger Wind auch flaches Wasser verspricht. Direkt unter Land ist das natürlich eher nicht so optimal, da ist es böig, durch Fallwinde, Abdeckungen und so weiter, sondern man muss schon etwas rausfahren um die konstante Brachialgewalt zu spüren.

So fuhr ich also rund einen Kilometer vor der Küste von Holnis zwischen Munkbrarup und Broager hin und her, als mir leider der Gabelbaum vorne und hinten gleichzeitig geplatzt ist. Ich war zwar nicht allein, aber vom Ufer aus war nicht viel zu erkennen. Bei der Entfernung war ich nur ein Punkt, der sich hin und her bewegte. Mein Bruder hatte vom Ufer nur noch eine große weiße Wolke gesehen, als ich mich dann – ohne Gabel – abgelegt hatte.

Er machte sich Sorgen und entschied sich zu helfen – leider mit einer fatalen Fehleinschätzung der Lage: Statt ein Windsurfboard mit Abschleppleine zu nehmen, nahm er ein Board mit Paddel. Er paddelte also raus, zu mir. Allerdings bei 7 Beaufort – teilweise mit Böen über 9 Beaufort – paddelt man nicht mehr zurück. Der Körper hat so viel Windangriffsfläche, dass ein Paddeln aussichtslos ist.

Man lernt im Windsurfkurs, dass man bei seinem Material bleibt, da man dann besser gesehen wird, und das Segel wie ein Treibanker funktioniert. Mein Bruder hatte vor der versuchten Rettungsaktion einem Passanten Bescheid gegeben und auch die Nummer der DGzRS mitgegeben, falls die Rettung nicht erfolgreich sein sollte. Nach einer Dreiviertelstunde im Wasser freut man sich doch sehr, über so ein kleines orangenes Seenotrettungsboot! Danke Männers!

daspassiertmirnicht-eckernfoerde

Entkräftet und unterkühlt

Der Notruf kam von einem aufmerksamen Beobachter an Land: Er informierte die SEENOTLEITUNG (MRCC), dass in der Eckernförder Bucht ein Windsurfer in eine gefährliche Situation geraten war. weiterlesen…

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