Schwimmer

Gefahren in Küstengewässern

Baden und Schwimmen im Meer ist gefährlicher als in Binnengewässern. In kurzer Zeit kann sich der Meeresgrund ändern: Tiefen entstehen, Sandbänke bilden sich oder verschwinden. Wind und Strömung, gutes und schlechtes Wetter beeinflussen dauernd die See.

Das ruhigste Badegebiet kann durch umschlagenden Wind und ungünstig laufende Strömung innerhalb weniger Minuten zum tosenden Meer werden. Deshalb sollte man niemals an unbewachten Stellen rausschwimmen und an bewachten Stellen immer auf die Sicherheits-Beflaggung achten. Bei gehisster roter Flagge niemals ins offene Meer rausschwimmen!

Tipps zur Wassersicherheit von Kindern und Erwachsenen

  • Kinder sind noch nicht in der Lage, die gesamte Tragweite ihres Handelns zu überschauen. Sie agieren risikoreicher, ahnungsloser und unbekümmerter als viele Erwachsene und benötigen deswegen eine verantwortungsbewusste Erziehungs-/Aufsichtsperson.
  • Beachten Sie bitte die individuellen und aktuellen Voraussetzungen (psychophysischer Entwicklungs- und Gesundheitszustand) des einzelnen Kindes. Auch Erwachsene sollten sicher sein, dass ihr Gesundheitszustand das Baden und Schwimmen zulässt.
  • Seien Sie sich immer bewusst: Wasser übt auf fast alle Kinder eine quasi magische Anziehungskraft aus.
  • Machen Sie Kinder möglichst früh mit dem Wasser vertraut: Manche Kinder können schon ab vier Jahren mit dem Schwimmenlernen beginnen, sollten aber bereits davor erste Kenntnisse und Fertigkeiten zum sicheren Verhalten am und im Wasser erfahren!
  • Versuchen Sie vorausschauend Gefahrenpunkte für Kinder und sich selber (z.B. Gefahrenorte) auszumachen.
  • Unabhängig davon, ob Kinder mit oder ohne Hilfsmittel ins Wasser gehen: Erziehungspersonen haben immer die Pflicht zur aktiven und konsequenten Aufsicht (trotz Badeaufsicht).
  • Kinder müssen genau wissen, was erlaubt bzw. verboten ist. Sicherheit ist jedoch nicht alleine durch Gebote und Verbote zu erreichen. Vor allem jüngere Kinder müssen häufiger an die wichtigsten Verhaltensregeln und Sicherheitsmaßnahmen erinnert werden, da einmalige Belehrungen vergessen werden. Deshalb: Regelmäßige und situative Wiederholung von sicherheitsrelevanten Anweisungen.
  • In unbekannten Gewässern sollte nicht geschwommen und geplanscht werden.
  • Vor dem Schwimmen sollte man sich abkühlen.
  • Holen Sie frierende Kinder sofort aus dem Wasser.
  • Achten Sie darauf, dass Sie oder Ihre Kinder nicht zu weit hinaustreiben. Beachten Sie die ausgewiesenen Badezonen
  • Lassen Sie Kinder nur ins Wasser springen, wenn es tief genug ist und frei.

Quelle: DLRG

Tipps zum Umgang mit Auftriebsmitteln und Wasserspielzeug

Auftriebskörper wie aufblasbare Wassertiere, Reifen, Wasserbälle und ähnliches sind allenfalls Spielzeug und keine sicheren Hilfsmittel zum Baden und Schwimmen. Im Gegenteil: Sie bergen Gefahren, da Kinder beim Spiel damit leicht in tiefes Wasser geraten oder abtreiben können. Besonders Luftmatratzen verleiten häufig dazu, sich unkontrolliert treiben zu lassen und sind bei starkem, ablandigem Wind nicht zurück zu paddeln oder bergen für den Nutzer die Gefahr von Hitzeschäden bzw. Kälteschock beim Sturz ins Wasser.

„Kinderschwimmsitze“ sind für das Meer ungeeignet, da sie nicht nur den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes hemmen, sondern auch für eine kindgerechte Wassergewöhnung, zum Schwimmen lernen, selbst zum bloßen Spielen methodisch völlig ungeeignet sind. Außerdem können sie lebensgefährlich werden, wenn die Kinder mit ihnen zum Beispiel durch Wellenschlag umkippen und anschließend keine Chance mehr zum selbstständigen Aufrichten besteht.

Quelle: DLRG

Allgemeine Sicherheits-Tipps für offene Gewässer

  • Bei Gewitter sind Baden und Schwimmen lebensgefährlich. Verlassen Sie das Wasser sofort.
  • Schwimmen und Baden Sie nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren. Schifffahrtswege, Buhnen, Schleusen oder Brückenpfeiler sind keine Schwimm- und Badezonen.
  • Schwimmen und Baden an der See sind mit besonderen Gefahren verbunden. Hier muss besonders auf Gezeiten, Strömungen, Brandung, Wellen und Wetter geachtet werden.
  • Unbekannte Ufer bergen Gefahren. Deshalb gilt es immer, sich vor dem Schwimmen zu informieren. Zum Beispiel bei der DLRG oder den Tourismusinformationen.

Quelle: DLRG