Besser sicher als „cool“

Klaus Schlösser ist Profi, wenn es ums Wasser geht – schließlich ist er Segellehrer und Ausbilder sowie Geschäftsführer von Bootsausbildung.com.

„Seit 2003 bilden wir neben den Grundscheinen wie dem Sportbootführerschein See oder Sportbootführerschein Binnen die gesamte Palette an Führerscheinen und Funkzeugnissen aus“, erzählt er. Trotzdem ist ihm ein Missgeschick passiert, das nicht hätte passieren müssen.

„Wir waren mit einem Polyvalken in Holland unterwegs, der Wind war achterlich und wir fuhren auf eine Brücke zu, von der wir nicht wussten, wann sie sich öffnen würde. Gleichzeitig waren auf beiden Seiten der Brücke auch noch Motorboote, die warteten. Wir wollten den Mastbaum während der Fahrt umlegen. Aber: Im Eifer „Gefechts“ übersahen wir, dass das man bei achterlichem Wind die Segel nicht bergen und entsprechend den Mastbaum auch nicht legen kann.

Die Brücke öffnete sich dann zwar, aber der Gegenverkehr hatte Vorfahrt und wir waren viel zu schnell. Also mussten wir um die Motorboote herummanövrieren, bis wir schließlich auf ein festgezurrtes Boot auffuhren. Einige Mitglieder der Crew sind dabei in das Wasser gefallen. Sonst ist zum Glück niemandem etwas passiert. Wenn Sie fragen, warum ich das überhaupt habe machen wollen, dann kann ich nur sagen, weil ich dachte, dass würde „cool“ aussehen. In diesem Fall war das es ganz sicher nicht. Übrigens: Heute gibt es dort statt einer Brücke einen Tunnel für die Autofahrer.“

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